Dieses Werk befasst sich mit der mittelalterlichen Vorstellung des göttlichen Gerichts und den Ritualen, die als Gottesurteile bekannt wurden. Die Beschreibungen erläutern Feuerprobe, Wasserprobe und Zweikampf und zeigen, wie diese Praktiken in einer Zeit entstanden, in der Glaube und Rechtssystem eng miteinander verbunden waren. Das Werk erklärt, welche religiösen Ideen dahinterstanden, warum Menschen überzeugt waren, dass göttliche Macht Wahrheit enthüllen würde, und wie solche Gerichte politisch und gesellschaftlich genutzt wurden. Dadurch entsteht ein tiefes Verständnis für eine Epoche, in der Recht, Furcht, Spiritualität und Macht eine untrennbare Einheit bildeten.